Unsere neue Studie zeigt: Mikroplastik aus Polyethylen-Mulchfolien bindet Pflanzenschutzmittel im Boden und senkt deren Bioverfügbarkeit. In Tests mit Eisenia fetida verringerte die Folienbelastung (150 mg/kg) die akute Toxizität der Wirkstoffe Thiacloprid (Neonikotinoid) und Tebuconazol (Fungizid). Chemische Extraktionen bestätigten die geringere Verfügbarkeit der Pestizide im Boden, wenn Mikroplastik vorhanden war.
Das hat Vor- und Nachteile: Es kann Bodenorganismen kurzfristig entlasten, zugleich aber die Wirksamkeit der Mittel in mikroplastikbelasteten Böden mindern.