
Alexandra Sybertz
Dr. rer. nat.
- alexandra.sybertz@ifer.rwth-aachen.de
- +49 241 80-26686
- Worringerweg 1, 52074 Aachen
Alexandra Sybertz
Dr. rer. nat.
Publikationen
2025
Sybertz A; Ottermanns R; Roß-Nickoll M
In: MethodsX, Bd. 14, S. 103403, 2025, ISSN: 2215-0161.
@article{SYBERTZ2025103403,
title = {MIXCOP–Implementation of a model to assess the time-dependent effects of mixed pesticides on a collembolan population},
author = {Alexandra Sybertz and Richard Ottermanns and Martina Roß-Nickoll},
url = {https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2215016125002493},
doi = {https://doi.org/10.1016/j.mex.2025.103403},
issn = {2215-0161},
year = {2025},
date = {2025-01-01},
journal = {MethodsX},
volume = {14},
pages = {103403},
abstract = {A new simulation model has been created by merging three model approaches, including soil exposure prediction, effect estimation and a population model.•The aim is to use the overall model to better assess the effects of pesticides on soil organisms.•The model is called MIXCOP (pesticide MIXtures and their effects on a COllembolan Population) and simulates a population of Folsomia candida in a vertical soil column.•MIXCOP allows to calculate a time- and movement-dependent exposure for the individual animals, as well as the resulting effects. Effects on both adult organisms and juvenile organisms are taken into account. The modular structure including the individual assumptions are explained in more detail.},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {article}
}
2024
Sybertz A
Modelling of single and mixed pesticide applications and their effects on soil organisms in agricultural landscapes Promotionsarbeit
RWTH Aachen University, 2024.
@phdthesis{nokey,
title = {Modelling of single and mixed pesticide applications and their effects on soil organisms in agricultural landscapes},
author = {Alexandra Sybertz},
doi = {10.18154/RWTH-2024-07602},
year = {2024},
date = {2024-07-18},
school = {RWTH Aachen University},
abstract = {Der Verlust der Biodiversität ist eine der größten aktuellen Herausforderungen der Menschheit. Grund für diese Entwicklung sind verschiedene Stressoren, wie der Klimawandel, Landnutzungsänderungen oder die Einwanderung invasiver Arten. Chemische Verschmutzung der Lebensräume, welche durch industrielle Abgase oder die direkte Applikation von Chemikalien als Pestizide verursacht wird, gehört ebenfalls dazu. Bedenkt man, dass das Kompartiment Boden etwa 58 % der auf der Erde vorkommenden Arten beherbergt, wird die Relevanz dieser Stressoren für die Biodiversität deutlich. Daher ist u.a. das Verständnis potentieller Auswirkungen von Pestiziden auf Bodenorganismen unabdingbar, um zukünftig einen wirksamen Schutz dieses Habitats gewährleisten zu können. Zurzeit werden Pestizide in Bezug auf Einzelsubstanzen und deren Einzelanwendung bewertet. Die Auswirkungen von Pestizidspritzfolgen und deren zeitlicher Relevanz bleiben unberücksichtigt. In dieser Forschungsarbeit wird ein integrativer Modellansatz entwickelt und evaluiert, der sowohl Spritzfolgen, als auch Effekte auf Einzelorganismen und Populationen bewertet. Pestizideffekte werden dabei in Abhängigkeit von zeitlicher und räumlicher Belastung berücksichtigt. Der Modellansatz basiert auf den drei Modellen MITAS+GUTS, MIXCOP und MITAS L, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Belastung von Bodenorganismen betrachten. Die Modelle basieren auf bereits vorhandenen ökotoxikologischen Daten, die über den Modellansatz neu bewertet werden können. Es zeigt sich allerdings, dass nur eine geringe Verfügbarkeit von detaillierten ökotoxikologischen Daten, insbesondere zu terrestrischen Organismen besteht. Diese sind häufig nur in aggregierter Form als sogenannte Effektendpunkte, wie beispielsweise LC50-Werte, veröffentlicht. Es konnten dennoch ausreichend ökotoxikologische Informationen gewonnen werden, um diesen Modellansatz zu evaluieren. Das MITAS+GUTS Modell ermöglicht die Vorhersage eines zeitabhängigen Effekts für einen Einzelorganismus. Es eignet sich, um den Effekt von Spritzapplikationen mit verschiedenen Pestiziden für verschiedene Bodenorganismen abzuschätzen. Somit können Auswirkungen auf unterschiedliche Bodenorganismen miteinander verglichen und sensitivere Arten detektiert werden. Zum Beispiel wird im Rahmen der Arbeit für eine angewendete Pestizidspritzfolge der Collembole F. candida im Vergleich zu den ebenfalls berücksichtigten Regenwürmern als sensitiverer Organismus identifiziert. Die Sensitivität dieser Collembolenart wird unter Verwendung des MIXCOP Modells weiter untersucht. Das MIXCOP Modell simuliert eine Population von F. candida in einer vertikalen Bodensäule und ist in der Lage eine zeit- und bewegungsabhängige Exposition der Einzeltiere, sowie den daraus resultierenden Effekt zu berechnen. Simulationen mit verschiedenen Pestiziden und einer Spritzfolge haben gezeigt, dass der Applikationszeitpunkt und die Abbaugeschwindigkeit der Substanz einen großen Einfluss auf die Population haben können. Der Effekt eines Pestizid-Applikationsszenarios auf die Population wird dabei immer als Abweichung von einer stabilen unbelasteten Population betrachtet. Das MIXCOP Modell zeigt teilweise starke Populationseffekte für eine Pestizidanwendung, welche innerhalb der akzeptablen regulatorischen Schwelle für terrestrische Bodenorganismen liegt. Die Simulation einer jährlichen Applikation von je zwei verschiedenen Pestiziden für vier Jahre zeigt keine Wiedererholung der Population bis zum Ende des simulierten Zeitraums. MIXCOP ist in der Lage neben der vertikalen Bodenbetrachtung auch den zeitlichen Aspekt mit zu berücksichtigen. Dabei kann für bis zu fünf Jahre auch eine Art Pestizid-Applikationsgeschichte simuliert werden. Das MITAS L Modell betrachtet die horizontale Verteilung von Pestiziden in der Landschaft und deren potentielles Risiko für Bodenorganismen. Variable Applikationsmengen in einer Anbaufläche werden genauso wie die Exposition von Ackerrandflächen berücksichtigt. Gleichzeitig kann neben einem variablen flächenbezogenen Risiko, auch ein mittlerer kumulierter Risikowert für die gesamte Fläche berechnet werden. Dies ermöglicht die Kalkulation eines potentiellen Gesamtrisikos für neue Applikationsmethoden zum Beispiel im Bereich des Precision Farming. Gleichzeitig eignet sich MITAS L als Basis für eine Risikobewertung in der Fläche. Dabei könnte beispielsweise das Risiko für einen Landschaftsausschnitt, bestehend aus Acker und Ackerrandflächen, für verschiedene Anwendungsszenarien berechnet werden. Dies ermöglicht die ökotoxikologische Bewertung von neuen Applikationssystemen wie z.B. mit Drohnen. Anhand von Anwendungsbeispielen wird gezeigt, dass der integrative Modellansatz (MITAS+GUTS, MIXCOP und MITAS L) zur prospektiven und retrospektiven Evaluierung der Auswirkungen von Pestiziden in der Landschaft genutzt werden kann. Zudem eignet er sich für die Betrachtung verschiedener räumlicher Ebenen (vertikale Bodensäule & horizontale Fläche), sowie für die Betrachtung verschiedener Organisationsebenen (Einzelorganismen & Population) und verschiedener Auswirkungsberechnungen (Risikoindikator & Effekt). Mit den Anwendungsbeispielen werden die Anwendungsgrenzen, sowie Stärken und Schwächen des Modellansatzes aufgezeigt. Daraus werden Verbesserungs- und Weiterentwicklungspotentiale erarbeitet. Es wird gezeigt, dass sich der integrative Modellansatz basierend auf MITAS+GUTS, MIXCOP und MITAS L eignet, um verschiedene Pestizid-Anwendungsoptionen zu bewerten. Dies kann zukünftig dabei helfen die chemische Verschmutzung in der Agrarlandschaft und deren Auswirkungen auf Bodenorganismen zu reduzieren.},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {phdthesis}
}
2021
Toschki A; Oellers J; Rumohr Q; Roß-Nickoll M; Daniels B; Schäffer A; Sybertz A
Integriertes Monitoring in der Agrarlandschaft Forschungsbericht
Umweltbundesamt 136/2021, 2021.
@techreport{nokey,
title = {Integriertes Monitoring in der Agrarlandschaft},
author = { Andreas Toschki and Johanna Oellers and Quintana Rumohr and Martina Roß-Nickoll and Benjamin Daniels and Andreas Schäffer and Alexandra Sybertz},
url = {https://www.uba.de/n90597de},
year = {2021},
date = {2021-10-01},
urldate = {2021-10-01},
institution = {Umweltbundesamt 136/2021,},
abstract = {Der alarmierende Rückgang der Biodiversität, insbesondere in der Agrarlandschaft, lässt Zweifel aufkommen, ob die derzeitige prospektive Risikoabschätzungs- und Registrierungspraxis von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die zu Pflanzenschutzzwecken eingesetzt werden, den gesetzlich vorgesehenen Schutz der Biodiversität gewährleistet. Als Hauptgrund dafür wird die allgemeine Intensivierung der Landwirtschaft genannt, die aus einem Komplex verschiedener Einflussfaktoren (z. B. Düngemitteleinsatz, Monokulturen) besteht. Ein wichtiger Faktor ist dabei der derzeitige Einsatz von PSM, die nachweislich negative Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in landwirtschaftlichen Regionen haben. Die Auswirkungen der PSM auf die Biodiversität sind sowohl direkt als auch indirekt. Neben den direkten toxischen Wirkungen auf so genannte Nicht-Zielorganismen entstehen indirekte Effekte z. B. durch die Veränderung des durch Herbizide verursachten Konkurrenzverhältnisses zwischen Gräsern und Blütenpflanzen in der Vegetation als wichtige Primärproduzenten in der Nahrungskette. Folglich können die Wirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in ihrer Gesamtheit nur durch retrospektive Ökosystembetrachtungen, d.h. durch Monitoringansätze, nachgewiesen werden. Da die Gemeinschaften im Freiland neben den bereits erwähnten PSM mit einem Komplex von verschiedenen Stressoren konfrontiert sind, müssen diese Stressoren in einem retrospektiven Ansatz ebenfalls berücksichtigt werden. Wir stellen hier das Konzept eines neuen, integrierten Monitoringansatzes vor, auf dessen Grundlage die ökologischen Auswirkungen des PSM-Einsatzes in der Agrarlandschaft Deutschlands untersucht und bewertet werden sollen. Dabei sollen Synergien genutzt werden, indem das Monitoring auf den etablierten, bundesweiten repräsentativen Stichprobenflächen durchgeführt und in die bestehenden Monitoringaktivitäten (z. B. Monitoring häufiger Brutvögel) integriert wird. Der geplante modulare Aufbau, d. h. die schrittweise Umsetzung einzelner Monitoring-Einheiten (Ermittlung stofflicher Belastung bzw. die Untersuchung verschiedener taxonomischer Gruppen) werden aufgezeigt.},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {techreport}
}
Knillmann S; Liess M; Scholz-Starke B; Daniels B; Ottermanns R; Schäffer A; Sybertz A; Roß-Nickoll M
Umweltbundesamt 82/2021, 2021.
@techreport{Knillmann2021,
title = {Environmental risks of pesticides between forecast and reality: How reliable are results of the environmental risk assessment for individual products in the light of agricultural practice (tank mixtures, spray series)?},
author = {Saskia Knillmann and Matthias Liess and Björn Scholz-Starke and Benjamin Daniels and Richard Ottermanns and Andreas Schäffer and Alexandra Sybertz and Martina Roß-Nickoll},
url = {https://www.uba.de/n87903de},
year = {2021},
date = {2021-05-01},
urldate = {2021-05-01},
pages = {196},
institution = {Umweltbundesamt 82/2021,},
abstract = {In our fields, several plant protection products (PPPs) are often applied at the same time and/or in sequence. In the current authorisation, however, PPPs are only evaluated individually. As a result, effects from typical PPP applications often remain undetected and represent a problematic and alarming gap in the authorisation of PPPs.
The authors of the present study evaluated almost 900 PPP spray series applied in 12 different main crops. The result: The overall risk of PPP applications is underestimated},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {techreport}
}
The authors of the present study evaluated almost 900 PPP spray series applied in 12 different main crops. The result: The overall risk of PPP applications is underestimated
2020
Sybertz A; Ottermanns R; Schäffer A; Scholz-Starke B; Daniels B; Frische T; Bär S; Ullrich C; Roß-Nickoll M
In: Science of The Total Environment, Bd. 710, S. 135004, 2020, ISSN: 0048-9697.
@article{Sybertz2020b,
title = {Simulating spray series of pesticides in agricultural practice reveals evidence for accumulation of environmental risk in soil},
author = {Alexandra Sybertz and Richard Ottermanns and Andreas Schäffer and Björn Scholz-Starke and Benjamin Daniels and Tobias Frische and Susanne Bär and Christian Ullrich and Martina Roß-Nickoll},
doi = {10.1016/j.scitotenv.2019.135004},
issn = {0048-9697},
year = {2020},
date = {2020-03-00},
urldate = {2020-03-00},
journal = {Science of The Total Environment},
volume = {710},
pages = {135004},
publisher = {Elsevier BV},
abstract = {Multiple pesticide residues in the environment originate from combination products with two or more active substances, from tank mixtures prepared by the farmers and from subsequent applications of pesticides in spray series. Consequently, mixtures of pesticide residues in agricultural soils are often detected long after application. To simulate the “accumulated mixture risk” towards earthworms resulting from a pesticide spray series for apple orchards, a model was applied considering both the dissipation of the applied pesticides over time and their individual toxicities. The model simulation for assessing the time-dependent mixture risk is applicable for several years and revealed that the “accumulated mixture risk” for earthworms clearly did not meet the threshold values for an acceptable risk according to the legal requirements in the EU approval procedure. Multiple pesticide residues from spray series are not yet considered in the environmental risk assessment (ERA) which is based on the application of single pesticide substances and products. We propose that the accumulation of residues during typical agricultural spray series should be included when assessing the risk of pesticides.},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {article}
}
Sybertz A; Roß-Nickoll M; Schäffer A; Scholz-Starke B; Daniels B; Ottermanns R
In: MethodsX, Bd. 7, S. 100763, 2020, ISSN: 2215-0161.
@article{Sybertz2020,
title = {MITAS: A model for assessing the time-dependent risk of sequential applications of pesticides for soil organisms by consideration of exposure, degradation and mixture toxicity},
author = {Alexandra Sybertz and Martina Roß-Nickoll and Andreas Schäffer and Björn Scholz-Starke and Benjamin Daniels and Richard Ottermanns},
doi = {10.1016/j.mex.2019.12.004},
issn = {2215-0161},
year = {2020},
date = {2020-00-00},
urldate = {2020-00-00},
journal = {MethodsX},
volume = {7},
pages = {100763},
publisher = {Elsevier BV},
abstract = {In agricultural landscapes it is common practice to apply pesticides as a spray series. Within a vegetation period multiple applications result in a mixture of different pesticides in the soil and other environmental compartments.
• A model named MITAS (MIxture Toxicity of Application Spray series) has been developed to calculate the soil concentration of pesticides and the resulting time-dependent mixture risk for earthworms. MITAS creates tables and graphs representing the mixture risk for an applied spray series time-dependently.
• A simulation of the impact of application series for a period of up to three years is possible with MITAS. Calculation of the soil concentration is based on the assumptions of the German pesticide registration. Mixture risk for each day within the entire modelling period is calculated.
• Mixtures of pesticides from former and multiple applications are the rule in agricultural soils as various studies have shown. Thus, considering the impact of pesticide mixtures is necessary to protect soil organisms. MITAS can assess not only the maximum mixture risk for soil organisms, but also how long a certain risk threshold may be exceeded, above which unacceptable effects on exposed organisms may occur.},
keywords = {},
pubstate = {published},
tppubtype = {article}
}
• A model named MITAS (MIxture Toxicity of Application Spray series) has been developed to calculate the soil concentration of pesticides and the resulting time-dependent mixture risk for earthworms. MITAS creates tables and graphs representing the mixture risk for an applied spray series time-dependently.
• A simulation of the impact of application series for a period of up to three years is possible with MITAS. Calculation of the soil concentration is based on the assumptions of the German pesticide registration. Mixture risk for each day within the entire modelling period is calculated.
• Mixtures of pesticides from former and multiple applications are the rule in agricultural soils as various studies have shown. Thus, considering the impact of pesticide mixtures is necessary to protect soil organisms. MITAS can assess not only the maximum mixture risk for soil organisms, but also how long a certain risk threshold may be exceeded, above which unacceptable effects on exposed organisms may occur.