Unsere Forschung

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt in der qualitativen Bewertung von Lebensgemeinschaften durch strukturelle Merkmale der Biozönosen und deren Beziehung zu Standort typischen Umweltparametern, zu denen auch Pestizide und Chemikalien gerechnet werden. Auf dieser Basis werden sowohl komplexe Modellsysteme, z. B. terrestrische Modellökosysteme entwickelt, als auch Monitoring-Studien zur Bewertung von Nutzungseinflüssen auf die Biodiversität in der Landschaft durchgeführt.
Es werden Freilandstudien durchgeführt, die taxonomische Expertise zu Vegetation, Wildbienen, Schwebfliegen, Laufkäfern, Spinnen oder bestimmten Bodenarthropodengruppen erfordern. In der Arbeitsgruppe wird dabei besonderer Wert auf die Kombination von qualitativ-ökologischen mit multivariat-statistischen Methoden gelegt.
Der Frage der Eignung und Entwicklung dieser Methoden im Hinblick auf Risiko-Bewertung und Monitoring kommt besondere Bedeutung zu. Im Bereich der Risiko-Bewertung von gentechnisch veränderten Organismen und Pestiziden in der Landschaft lag in den letzten Jahren ein Schwerpunkt auf dem Kompartiment Boden und der standorttypischen endogäischen Fauna.
Vor dem Hintergrund des Konzeptes ökosystemarer Dienstleistungen und deren Korrelation zur Biodiversität werden außerdem in Sukzessionsuntersuchungen Studien zur nachhaltigen Waldnutzung und Stadtentwicklung durchgeführt.